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WACHSTUM BEI OIL TOOLS
Spezialwerkzeuge, weltweit gefragt


Spezialisten | Jörn Grotherr, Daniel Runge, Matthias Theiss, Jens Lutzhöft, Denns Landt (von rechts) von Oil Tools mit einem neuen Bauteil zur Ölförderung.

Die Öl-Nachfrage ist unverändert hoch. Davon profitieren Unternehmen, die Produkte zur Förderung herstellen. So wie der Bereich Oil Tools von Blohm + Voss Repair.


Sie konstruieren und produzieren Spezialwerkzeuge für das Handling von Bohrrohren, sind das einzige Unternehmen dieser Art in Deutschland und weltweit die Nummer zwei. Seit mehr als drei Jahrzehnten rüstet der Bereich Oil Tools von Blohm + Voss Repair Bohrstationen zu Lande und zu Wasser mit Halteeinrichtungen aus. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Bohrrohre verschraubt, gehoben oder gesenkt werden und müssen eine Menge aushalten können: „Die Belastungen beim Einsatz in der rauen Umgebung sind sehr hoch“, so Jörn Grotherr, Senior Design Ingenieur bei Oil Tools. „Deshalb brauchen wir Konstruktionen, die sehr stabil, sicher und einfach zu bedienen sind.“

Komplettes Portfolio
Dabei müssen die Geräte je nach Bauart nicht nur Lasten bis zu 1.400 Tonnen heben, sondern gleichzeitig sensibel sein. Denn trotz seiner Größe und seines Gewichtes hat ein Bohrrohr eine relativ dünne Wandstärke, muss also vorsichtig gehandhabt werden. „Es gilt, anspruchsvolle Standards einzuhalten, um im Wettbewerb bestehen zu können“, sagt Jens Lutzhöft, Leiter des Bereichs Oil Tools. „Wir haben uns als Anbieter von hoher Qualität etabliert und damit eine gute Position erarbeiten können.“

Sowohl beim Auftragseingang wie auch beim Umsatz wurden in der jüngeren Vergangenheit starke Steigerungen erzielt. Lutzhöft: „So lange die Öl-Nachfrage hoch bleibt, gehen wir von einer stabilen Weiterentwicklung unseres Geschäfts aus.“ Ziel ist, die heutige Stellung im Markt zu halten und den Abstand zur Nummer drei zu vergrößern. Dabei setzt Oil Tools auf ein umfangreiches Portfolio: Neben diversen Einzelprodukten sind auch verschiedene Komplettlösungen möglich. Dazu kommen maßgeschneiderte Nischenprodukte. „Damit erfüllen wir im Gegensatz zu manchen Wettbewerbern auch spezielle Anforderungen von Kunden“, so Lutzhöft.

Jung und international
Die Geräte kommen weltweit zum Einsatz. Wichtigste Märkte sind Nordamerika, Mittlerer und Ferner Osten. Konstruiert, montiert und auf Qualität geprüft wird ausschließlich in Deutschland. Auch die Produktion findet größtenteils am Heimatstandort statt. Zum Teil gibt es dabei auch Kooperationen. „Wir haben zum Beispiel vor kurzem mit der Produktion eines neuen hydraulischen Arms für ein Produkt eines US-amerikanischen Partners begonnen“, so Grotherr. Neuentwicklungen werden auch in Zukunft regelmäßig hinzu kommen. Ein Ziel dabei ist, mit kompletten Produktpaketen vermehrt größere Projekte stemmen zu können, bei denen Volumen von bis zu drei Millionen US-Dollar entstehen können. Auch am Einsatz von neuen Werkstoffen und veränderten Konstruktionen wird gearbeitet, um Material und Gewicht zu sparen. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Dienstleistungen. Lutzhöft: „Die Kunden verlangen nach Zusatzleistungen. Deshalb engagieren wir uns zunehmend auch auf diesem Feld.“ 130 Mitarbeiter hat Oil Tools derzeit insgesamt. Ein junges, internationales Team, mit dem man noch viel erreichen werde, ist sich der Leiter des Bereichs sicher.

 
 
 


 


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Stand: 04.07.2008