inside-online 3 | 2008
INTERNATIONALES TRAINEEPROGRAMM    
„Hervorragender Einblick“

ThyssenKrupp Technologies internationalisiert sein Traineeprogramm. Auslandsaufenthalte sind ein fester Bestandteil. Ein Gespräch mit drei Trainees über ihre Erfahrungen in Deutschland.

Frau Abrisqueta Peris, Herr Dr. Righini, Herr de Miranda, wie gefällt es Ihnen in Deutschland?
Abrisqueta Peris | Ich habe bislang gute Erfahrungen gemacht, klasse Leute und Kollegen kennengelernt und wunderschöne Orte besucht.
Righini | Mir gefällt es ebenfalls sehr gut – die Städte, die Menschen, das Essen. Deutschland hat viel Kultur und Tradition, aber auch viel Technologie. Es gibt eine ausgezeichnete Infrastruktur, zum Beispiel die Autobahn. Das finde ich sehr wichtig.
de Miranda | Auch ich bin sehr herzlich von meinen Kollegen empfangen worden und konnte schon viel Interessantes über Land und Leute erfahren. Insofern fühle ich mich ebenfalls sehr wohl. Etwas schwierig war für mich zu Beginn nur das kalte Wetter.
Abrisqueta Peris | Der viele Regen ist in der Tat gewöhnungsbedürftig.
Righini | Ich würde noch den Kaffee hinzuzählen – und als Italiener natürlich deutsche Pizza...

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag derzeit aus?
de Miranda | Es geht in erster Linie darum, Abläufe und Produkte besser zu verinnerlichen, Wissen aus erster Hand und Erfahrungen zu sammeln. Dabei hilft ein Aufenthalt in den Muttergesellschaften unserer Unternehmen sehr.
Righini | Das finde ich auch. Man wird gut informiert und kann immer jemanden fragen. Ich begleite aktuell bei ThyssenKrupp Gerlach außerdem ein Engineering-Projekt und verbessere mein Deutsch in einer Sprachschule.
Abrisqueta Peris | Ich habe eine Lernphase über Produkte, Prozesse und Werke hinter mir und arbeite seitdem am neuen Bilstein Produktionssystem mit. Ein spannendes Projekt.

Wie bewerten Sie die Internationalisierung des Traineeprogramms insgesamt?
Righini | Eine sehr gute Sache, um Sprachen, Kulturen und die Unternehmen unseres Segments kennenzulernen. Dazu kommt der wertvolle Kontakt zu anderen Trainees.
de Miranda | Man bekommt einen hervorragenden Einblick in die Dynamik eines globalisierten Marktes. Vom Erfahrungsaustausch und Networking mit den Kollegen und anderen Trainees verspreche ich mir viel für künftige Projekte.
Abrisqueta Peris | Da kann ich nur zustimmen. Die Internationalisierung ist einfach optimal. Ich benutze drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Spanisch) täglich und bin in regelmäßigem Kontakt mit unseren Werken weltweit.

Was sind Ihre nächsten beruflichen Ziele?
Abrisqueta Peris | Ich habe die große Chance, an der Einführung unseres neuen Produktionssystems in Brasilien mitzuwirken. Mein Ziel ist, dabei optimale Ergebnisse zu erreichen.
de Miranda | Dort ist auch der Markt für ThyssenKrupp Fördertechnik viel versprechend. Nach meiner Rückkehr möchte ich zu unserem weiteren Erfolg vor Ort und zur engeren Zusammenarbeit der Standorte beitragen. Ich denke, dass viel gewonnen ist, wenn die positiven Punkte unterschiedlicher Arbeitskulturen in die Entwicklung von Projekten einfließen.
Righini | Ich möchte meine neuen Kenntnisse und Kontakte nutzen, um mich weiter zu verbessern und auf Dauer mehr Verantwortung bei Berco übernehmen zu können. Ich könnte mir aber auch vorstellen, irgendwann das Tätigkeitsfeld zu wechseln. Man wird sehen, was die Zeit bringt.
 
 
Dr. Andrea Righini | Der 26-jährige Ingenieur lebt in Ferrara und ist Trainee bei Berco S.p.A. in Copparo. Während seines Traineeprogramms verbringt der Italiener insgesamt sechs Monate auf verschiedenen Stationen in Deutschland.
 
Irene Abrisqueta Peris | Sie ist im spanischen Valencia geboren und lebt als Trainee von ThyssenKrupp Bilstein Suspension derzeit in Dortmund. Die nächste Station der 27-jährigen Ingenieurin wird Sao Paulo sein.
 
Bernardo Gouvêa de Miranda | Der brasilianische Ingenieur ist Trainee bei ThyssenKrupp Fördertechnik in Belo Horizonte. In Deutschland lernt der 24-jährige unter anderem alle dortigen Standorte seines Unternehmens kennen.